Warnsignale erkennen 1/7

Wir schauen uns unheimlich gerne auch Tipps für Bewerber an. Was wird Bewerbern bei Ihrer Jobsuche empfohlen. Da gibt es Tipps, wie man auf bestimmte Fragen antworten soll. Das finde wir mäßig spannend, da wir keine Standardfragen verwenden. Was wir aber richtig spannend finden sind Tipps für Bewerber wie: Daran erkennst du einen miesen Arbeitgeber! Welche Tipps oder besser gesagt Warnsignale das sind werden wir Ihnen in den nächsten Wochen mitteilen.

Parkplätze! Warnsignal 2/7

Sind die Plätze in der ersten Reihe für die Geschäftsführung reserviert? An dieser Parkplatzsituation wird dem BewerberInnen verkrustete Strukturen und Hierarchiedenken vermittelt. Positiv ist, wenn die Parkplätze vor der Tür für Menschen mit Handicap und Kunden reserviert sind.  Faktencheck: Wir haben überlegt, wie es in der Praxis gehandhabt wird. In Berlin herrscht ein ständiger Parkplatzmangel, da erzählen wir nichts Neues, aber wenn Parkplätze verfügbar sind, werden diese meistens für Kunden freigehalten, bewerten Sie Ihre BewerberInnen schon als Kunden? Aus der Impulsreihe: Daran erkennst du einen miesen Arbeitgeber!

Empfang! Warnsignal 3/7

Schauen sie genau hin. Wie ist Ihr Empfang organisiert? Wird der Bewerber erwartet, ist der Name bekannt? Gehört es zum guten Ton den Bewerber über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus warten zu lassen? Bei diesem Warnsignal wird Wertschätzung großgeschrieben. Wir begleiten unsere Bewerber ab der ersten Minute, genau wie unsere Kunden und Geschäftspartner. Aus der Impulsreihe: Daran erkennst du einen miesen Arbeitgeber!

Zusagen! Warnsignal 4/7

Werden Zusagen eingehalten? Bewerbern wird hier oft folgendes mitgeteilt: Wenn schon im Recruiting-Prozess Zusagen nicht eingehalten werden, dann kannst du davon ausgehen, dass der Arbeitgeber entweder schlampig ist oder es mit der Wahrheit nicht so ernst nimmt. Ganz klar: Führung fängt im Recruiting an. Wenn wir versprechen, wir melden uns in drei Tagen, dann melden wir uns auch in drei Tagen. Wenn wir sagen, wir rufen dich um 15:00 Uhr zum Telefoninterview an, dann klingelt um 15:00 Uhr das Telefon beim Bewerber und nicht um 15:03. Wir suggerieren mit bewusster oder unbewusster „Schlampigkeit“ nicht nur, dass unser Laden schlecht organisiert ist, sondern auch, dass wir auf Zuverlässigkeit keinen großen Wert legen. Das wird besonders gut bei Bewerbern ankommen, die uns als Mitarbeiter schaden.

Kommunikation! Warnsignal 5/7

Ist das Vorstellungsgespräch ein Dialog oder ein Verhör? Begegnen dir die Personaler / Geschäftsführer auf Augenhöhe? Wurde für eine angenehme Atmosphäre gesorgt?  Ich kenne es noch aus eigener Erfahrung, dass ich mir im Vorstellungsgespräch wie ein Angeklagter vorkam. In einer Reihe sitzen mehrere Richter und ich muss mich „verteidigen“. Bei unserem Vorstellungsgespräch achten wir darauf, dass in der Sitzordnung kein – „ich hier – die da“ entsteht. Der Bewerber bekommt immer Getränke und unsere Couch angeboten. Wir gehen nach der Antwort des Bewerbers niemals nie nicht einfach zur nächsten Frage weiter. Denn dann bekommt das Gespräch „Verhörcharakter“. Das Zauberwort ist „paraphrasieren“. Wir fassen kurz und wertfrei die Antwort noch einmal zusammen. So zeigen wir, dass wir Interesse haben und aktiv zuhören.

Umgang miteinander! Warnsignal 6/7

Wie gehen die Interviewer miteinander um? Herrscht Stimmung wie auf einem Begräbnis oder gehen die Gesprächspartner humorvoll und locker miteinander um. Gedrückte Stimmung im Gespräch ist ein klarer Hinweis auf miese Atmosphäre und schlechtes Arbeitsklima.

Berufsorientierungstag in der Schule. Eine Bank stellt sich vor. Der Ausbilder und der Azubi berichteten, dass das Arbeitsklima super sei und man sich wie in einer großen Familie fühle. Was kommt einem da komisch vor? Sie sagen, dass sie sich wie eine große Familie fühlen und siezen sich!? Was ist das in heutigen Verhältnissen für eine Familie, in der man sich siezt?! Wir schreiben in unseren Stellenanzeigen: Wir sind im Umgang miteinander offen, ehrlich, direkt, freundlich und unkompliziert. So verhalten wir uns auch in den Gesprächen mit den Bewerbern und im ganz normalen Arbeitsalltag. 

Toilette! Warnsignale 7/7

Wie ist die Situation auf den Toiletten?  Ist das WC gepflastert mit Hinweisen wie: „Die Klobürste ist keine Dekoration“, „Verlasse die Toilette so wie du sie vorgefunden hast“ und trotzdem ist das Örtchen ungepflegt? Dann kannst du davon ausgehen, dass das Team rücksichtslos miteinander umgeht. 

Faktencheck: Ok, unser Büro befindet sich in einem charmanten Altbau und diente früher als Ladengeschäft, die Toilette ist daher keine Wellness-Oase und gleicht eher einer Kammer. Darum geht es aber auch nicht. Mir ist aber bei diesem Punkt bewusst geworden, dass es bei uns noch nie Ärger oder Diskussionen um den Zustand der Toiletten gab. Und ich spontan wieder stolz auf unser Team bin, weil alle zuverlässig sind und aufeinander achten.

Gemopst und für gut befunden von Coveto ATS GmbH